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Jahresabschluss mit Fakturama?

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(@NoWin)
Active Member
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 5
Topic starter   [#1213]

Hallo,

ich bin gerade auf der Suche nach einem netten Faktura-/Buchhaltungshelferprogramm. Fakturama ist da in der engeren Wahl.
Ich bin bezüglich dieses Themas leider nicht sehr bewandert und taste mich da so langsam dran.
Eine (vermutlich ziemlich dusselige Anfänger-)Frage:

Ich muss doch am Ende des Jahres einen Jahresabschluss machen, den ich dem Steuerberater oder direkt dem Finanzamt gebe.
Wie läuft das mit Fakturama? Ich habe zu dem Stichwort weder im Handbuch noch im Forum was gefunden ...

Schönen Gruß,
NoWin.



   
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(@rheydenr)
Forum-Admin Registered
Beigetreten: vor 14 Jahren
Beiträge: 4911
 

Sowas ist da auch nicht vorgesehen. Im engeren Sinne ist Fakturama auch "nur" ein Programm, mit dem man seine Rechnungen schreiben kann, es ist kein Ersatz für ein vollwertiges Buchhaltungsprogramm.

Viele Grüße,
Ralf.


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Ralf.
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(@Falco)
Reputable Member
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 244
 

Kann man ein anderes geeignetes Programm daran koppeln?

Sprich Daten aus Fakturama übernehemen und den Finanzteil dort abwickeln?

Sieht da jemand etwas?



   
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(@rheydenr)
Forum-Admin Registered
Beigetreten: vor 14 Jahren
Beiträge: 4911
 

Hm. Schwierig, weil jedes Programm seine eigenen Datenstrukturen hat und man dann extra Export-Funktionen bauen muß. Ich hab mir mal http://openyabs.org/ angesehen, das hat auf mich auch einen brauchbaren Eindruck gemacht. Evtl. auch http://www.jfire.net/de_DE, aber das scheint auch nicht weiterentwickelt zu werden. Oder http://www.gnucash.org/ als alternative Finanzverwaltung. Ansonsten fällt mir da auch erst mal nichts ein. Ggf. mal bei Sourceforge fahnden...

Viele Grüße,
Ralf.


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Ralf.
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(@dr-listemann)
Mitglied Registered
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 250
 

Ich bin seit 1990 in der EDV-Branche selbständig und habe von 1991-2006 ein ganzes Paket von betriebswirtschaftlichen EDV-Lösungen (14 sehr leistungsfähige und miteinander integrierbare Programme) aus der Entwicklung meine Geschäftspartners BC>SOFT (Wittmund) mit eingeführt und betreut, darunter ein Fakturierungs- und Warenwirtschaftssystem BC>FAKTURA/-WWS sowie ein Finanzbuchhaltungssystem mit integrierbarer Kostenrechnung BC>FIBU/-KORE ...

Nach dem Auflösen meiner diesbezüglichen Firma (seit 2000 habe ich noch eine weitere kleine EDV-Firma für zunächst andere Fachgebiete) aus familiären Gründen wurde ca. 2 Jahre später von meinem Partner die Weiterentwicklung und der Vertrieb der o.a. Software aus strategischen Gründen eingestellt. Ich habe mich seit dem für leistungsstarke Alternativen interessiert, bin zunächst zu LEXWARE gewechselt, war aber damit aus verschiedensten Gründen nicht so zufrieden. Unter anderem wollte ich auch von WINDOWS unabhängig werden und stieg schrittweise auf LINUX/UBUNTU um, womit ich nunmehr sehr zufrieden bin ...

In diesem Zusammenhang kam bei mir immer wieder de Überlegung auf, die Fakturierung und Warenwirtschaft mit einer Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung über Automatismen zu integrieren. Mit entsprechenden LEXWARE-Paketen geht das, aber LEXWARE läuft nicht unter LINUX, wird jährlich kostenintensiv geupdatet und der Support ist nicht nur teuer sondern auch nicht gerade sehr kompetent und zuverlässig (einschlägige Telefon-Hotline) ...

Aus meinen Erfahrungen und langen Überlegungen leite ich ab, dass eine Fibu-Integration nur dann sinnvoll ist, wenn Unmengen an Belegen (Ausgangs- und Eingangsrechnungen sowie Zahlungsein- und -ausgänge) zu verbuchen sind - ansonsten ist eine manuelle Verbuchung über ein (eventuell) nicht integrierbares Programm doch sinnvoller. Automatismen unterliegen zuweilen auch Fehlern, die sich aus technischen Instabilitäten ergeben können, und dann hält eine Fehlersuche auch sehr auf ...

Man sollte also genau überlegen, ob sich eine Fibu-Integration wirklich lohnt. Neben FAKTURAMA gibt es ja auch noch LXOFFICE (KIVITENDO) und TRYTON (NESO), die wohl sehr leistungsstarke integrierte Lösungen sind. Ich selbst bin allerdings an längeren Installationen immer wieder gescheitert und habe mich für das gefälligere FAKTURAMA sowie eine Buchung über (noch) LEXWARE entschieden. Eventuell wären GNUCASH oder JAMEICA HIBISCUS/SYNTAX eine passende Alternative ...


JöLi.


   
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(@NoWin)
Active Member
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 5
Topic starter  

Oha,

das ist jetzt sehr betrüblich. Ich hatte die Hoffnung, dass ich mit Fakturama beide Seiten der Medaille bekäme - und das für Buchhaltungs- und Faktura-Laien bedienbar. Ich habe weder die Möglichkeit, erhebliche Zeit in das Lernen von Buchhaltung zu investieren, noch das Geld, einen Spezialisten dafür einzustellen.
Da habe ich doch in meiner grenzenlosen Ignoranz gedacht, man könne mit einem einfach zu bedienenden Programm und einmaliger sinnvoller Grundkonfiguration einen nicht supertollen, aber für's Finanzamt brauchbaren Output generieren.
Seufz.

Fakturama bietet doch etliche Exporte. Wären diese Exporte hinreichend, um sie in ein FiBu-Programm für die Aufbereitung für's Finanzamt zu schütten? Oder erfasst Fakturama entscheidende Daten nicht?

Schönen Gruß,
NoWin.



   
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(@dr-listemann)
Mitglied Registered
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 250
 

... das habe ich nur mal kurz ausprobiert und festgestellt, dass die Exportdateien einer Buchhaltung überhaupt nicht genügen. Ein Rechnungsbeleg muss Angaben über den Empfänger, das Datum, den Betreff und den Betrag enthalten, welcher dann noch in die Netto-Anteile und die Umsatzsteuern zu splitten ist. Ein Kontoauszug muss Angaben über den Betrag, das Datum und den Zahler bzw. Empfänger enthalten, um eine Rechnung als erledigt auszubuchen. Und in diesem Sinne geht es mit Kassenbelegen u.a.m. weiter ...

Selbst wenn man die FAKTURAMA-Ausgangs-Rechnungen und die Einnahme- sowie Ausgabe-Belege (zumeist Kasse-Quittungen) erfasst, so fehlen dann noch die Eingangs-Rechnungen und sonstigen Kontobewegungen, wie z.B. Mietzahlungen, Versicherungen, Leasingraten usw., die in die Buchführung mit eingehen müssen ...

An dieser Stelle muss ich eventuell noch einmal mit aller Deutlichkeit sagen: Ein Unternehmer muss sich (unabdingbar) auch erst einmal mit der Buchführung an sich befassen, bevor er die Belegverarbeitung eventuell in fremde Hände gibt. Er ist sonst nicht in der Lage, geschäftliche Vorgänge gänzlich zu durchblicken, geschweige denn die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens wirklich in der Hand zu behalten. Ich habe einfach zu viele Startups mit steilen Karrieren kennengelernt, die auch schnell wieder verschwunden waren, weil sie mit ihren Geldern nicht sinnvoll umgehen konnten, geschweige denn mit den Steuern. Mit anderen Worten: "Hartes Holz wächst langsam, verfügt dann aber über eine hohe Qualität" ...


JöLi.


   
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(@NoWin)
Active Member
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 5
Topic starter  

Danke für die klare Ansage.
Im Prinzip kann ich damit dank der deutschen Steuerbürokratie die ganze Chose hinschmeißen, bevor ich überhaupt angefangen habe.
Ich habe nämlich definitiv nicht die Zeit, die Ausbildung zum Steuerfachgehilfen o. ä. nebenbei zu machen - oder einen eigenen Spezialisten für die Buchhaltung (intern oder extern) zu bezahlen.
Wenn ich dann noch bedenke, was ich für mein Produkt eigentlich alles für Normen zu beachten und Prüfungen durchzuführen habe, dann wird mir immer klarer, dass kleine Firmen in Deutschland/Europa nicht gewollt sind.

Aber das wird jetzt vollends off-topic.

Danke für die Infos und Ratschläge!

Schönen Gruß,
NoWin.



   
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(@rheydenr)
Forum-Admin Registered
Beigetreten: vor 14 Jahren
Beiträge: 4911
 

Alternativ könnte es auch ein Steuerberater Deines Vertrauens machen. Oder ein Buchführungsservice. Die nehmen Dir den größten Teil der Arbeit dann ab und schlagen sich auch mit dem Finanzamt rum. Aber verstehen muß man es trotzdem ansatzweise 🙂

Viele Grüße,
Ralf.


Viele Grüße
Ralf.
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(@Falco)
Reputable Member
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 244
 

so isses Ralf. So machen wir es auch.



   
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(@ckvsoft)
Mitglied Registered
Beigetreten: vor 15 Jahren
Beiträge: 117
 

Hallo

rheydenr Wrote:
-------------------------------------------------------
> Alternativ könnte es auch ein Steuerberater
> Deines Vertrauens machen. Oder ein
> Buchführungsservice. Die nehmen Dir den größten
> Teil der Arbeit dann ab und schlagen sich auch mit
> dem Finanzamt rum. Aber verstehen muß man es
> trotzdem ansatzweise 🙂
>
> Viele Grüße,
> Ralf.

Genauso mach ich das auch.

Sollte man sich den Steuerberater nicht Leisten können ist es wohl besser einen Job anzunehmen und auf die Selbständigkeit zu verzichten.

lg Chris



   
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(@dr-listemann)
Mitglied Registered
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 250
 

@NoWin: "Im Prinzip kann ich damit dank der deutschen Steuerbürokratie die ganze Chose hinschmeißen, bevor ich überhaupt angefangen habe"

Nun - diese "Bürokratie" gibt's auch in den USA, Taiwan, Brasilien und anderswo ... Es geht aber weniger um die Befriedigung der Finanzämter als vielmehr um einen wirklichen Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben - es ist nichts anderes als eine systematische Haushaltsführung. Wer nicht einmal das beherrscht, wird in einer Welt des Geldes tatsächlich einmal scheitern ... wir leben nun einmal in einer materialistisch gestrickten Welt.

Ansonsten kann man ja noch versuchen, sein Leben als Bettelmönch zu gestalten, wobei das im Hinblick auf die spirituelle Arbeit, die damit verbunden ist, noch anspruchsvoller wird, als man sich als Laie so denkt - ich weiß, wovon ich hier spreche. Vielleicht ist es dann doch besser, sich noch einmal mit dem Thema "Haushaltsführung" (Buchhaltung) zu befassen ...

Viel Glück ... B)-


JöLi.


   
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(@fakturaati)
Mitglied
Beigetreten: vor 15 Jahren
Beiträge: 241
 

Habe vor vielen Jahren mit dem Lexware Buchhalter mein Glück versucht. Mein damaliger Steuerberater hat es für mich / mit mir eingerichtet und so sparte ich mir die Ausgaben für eine externe Buchhaltung. Das war leider eine denkbar schlechte Idee, weil es auch bei der optimalsten Einrichtung immer wieder irgendwelche Dinge gibt (z.B. besondere Konten), die Zeit, Energie, Nerven und letztendlich Geld kosten. Die Ausgaben für die Buchhaltung gespart, aber dem Finanzamt Geld geschenkt. Toll.

Seit ca. 10 Jahren übernimmt das Steuerbüro die Buchhaltung. Das kostet mich unter 200,- EUR im Quartal, das FA lässt mich in Ruhe und ich habe das Gefühl, eine optimale Buchhaltung zu haben. Überprüfen kann ich das nicht, bin Techniker und kein Buchhalter. Das eigene Wissen zum Thema (z.B. aus dem Meisterkurs) ist sehr dürftig. Wenn das jeder könnte, auch mit Hilfe einer günstigen Software, wären die einschlägigen Ausbildungen total für den Gulli ...



   
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(@dr-listemann)
Mitglied Registered
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 250
 

... ist schon richtig, dass es für einen Anfänger nicht so leicht ist, selbst Buch zu führen - das war früher für Kaufleute aber selbstverständlich. Internethändler sind z.B. auch Kaufleute. Man muss dennoch einmal klar unterscheiden:

1. Der Unternehmer ist für seine Haushaltsführung selber voll verantwortlich; seine angestellten Buchhalter oder sein Steuerbüro bereiten ihm dafür sein Zahlenwerk lediglich auf

2. Die sachgerechte Buchführung setzt dann einige speziellere Grundkenntnisse voraus, die man bei der Nutzung der verschiedensten FiBu-Programme immer benötigt - ein solches Programm kann einem diese Grundkenntnisse nicht abnehmen, so wie es ursprünglich von NoWin wohl gedacht war

Ich selber kenne und nutze die LEXWARE-FiBu seit 2006, zuvor nutzte ich die BC>FIBU aus eigener Entwicklung (wurde mittlerweile eingestellt). Aber gegenwärtig bin auch ich dabei, mich von LEXWARE zu lösen und favorisiere derzeit GnuCash, wobei ich die FAKTURAMA-Belege wie bisher manuell einbuchen werde ...


JöLi.


   
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(@Falco)
Reputable Member
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 244
 

werd ich dann auch mal versuchen.



   
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